Poppulse T70
Poppulse T70
Hierbei handelt es sich um eines der ersten Tripath Komplettverstärker mit dem TA2022 Chip, die von fernöstlichen Anbietern dem hiesigen Markt offeriert worden sind. Der T70 ist eigentlich der Vorgänger der aktuellen Serie T150, welches fernbedienbar ist und mit digitaler Lautstärkeanzeige ausgestattet ist. Der TA2022 gehört ebenfalls zu den mittelstarken Tripath Chips mit ca. 70 Watt an 4 Ohm pro Kanal und soll ziemlich analog klingen und selbst Röhren Hardliner zu überzeugen wissen. Kein Wunder also, daß auch Naim diesen Chip in einem ihrer Digitalreceiver (Modell n-Vi) seinerzeit als Kernkomponente der Power Sektion verwendet hatte. Grund genug, hier näher zu horchen.

Daß ein Tripath Chip noch lange zu High End führen muss, zeigen erste Hörproben mit dem T70. Ja: ein wohlig analoger Klang ist nicht zu überhören, aber gleichzeitig merkt man sofort, daß der Bass dem einiger Röhrenverstärkern ähnelt. Hat etwas "Matschiges" mit einer Dauerpräsenz an sich. Das wollen wir doch eigentlich nicht. Mitten und Höhenzauber einer Röhre ja, aber die neue Technik sollte doch uns auch dabei den Punch eines Transistors bescheren können.
Der Aufbau inklusive Ringkerntrafo gestaltet sich im ersten Blick sehr ordentlich. In einem DIY Audio Forum gibt es mindestens einen Thread mit einem halben Dutzend Punkten an Tuning Maßnahmen, die den T70 um mindestens eine Klasse höher befördern sollen - inklusive Tieftonbehandlung, versteht sich.
